Freitag, 8. Januar 2016

Wer weiß, was ich letztes Jahr getan habe?


Das alte Jahr ist vergangen, das neue erst ein paar Tage alt. Zeit, kurz zurückzuschauen und sich Gedanken um das zu machen, was vor einem liegt. „Gute Vorsätze“ habe ich für das neue Jahr nicht gemacht. Dennoch steht einiges an und ich hoffe, dass ich das auch umsetzen kann.

Blick zurück – was war ...


Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann habe ich letztes Jahr 25 Bücher gelesen. Das ist recht viel für mich, da ich aufgrund meines sehr kopflastigen Brotberufes oft wenig Zeit und Muse zum Lesen habe. Es gab auch schon Jahre, da waren es nicht mal zehn Bücher. Somit bin ich recht stolz auf diese Zahl. Nicht, weil ich eine Anzahl Bücher gelesen habe, sondern weil ich es geschafft habe, sehr häufig in andere Welten abzutauchen. Allerdings gibt es nicht zu jedem dieser Bücher eine Rezension auf meinem Blog. Manchmal lese ich einfach nur und schreibe nichts.

Besonders hängen geblieben sind ...



Farina de Waard „DasVermächtnis der Wölfe“ - Die Autorin entdeckte ich letztes Jahr auf der Webseite von literaturcafe.de. In einem Interview mit ihr erfuhr ich, dass sie den 1. Platz beim Indie-Autor-Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen hatte und mit „Das Vermächtnis der Wölfe“ ein Fantasy-Epos auf die Beine stellt. Beide bisher erschienenen Bände "Zähmung" (Rezension) und "Zorn" (Rezension) habe ich verschlungen und nun warte ich gespannt auf den 3. Teil „Zwang“.


Haruki Murakami„Kafka am Strand“ - Das Buch ist nicht neu, aber es stand schon einige Jahre auf meiner Wunschliste. Letzten Sommer habe ich es endlich gekauft und gelesen. Murakami ist ein einzigartiger japanischer Autor, sein Stil unvergleichlich. „Kafka am Strand“ (Rezension) hat mich nachhaltig sehr beeindruckt.


Daniela Rohr „ImTurm des Panopticons“ - Der Thriller (Rezension) ist eine Kurzgeschichte, die es in sich hat. Die Idee ist einfach genial. Spannung wächst mit jeder Minute, die man liest, und man klebt förmlich zwischen den Seiten. Ich hatte bis dahin noch nicht viel Science Fiction gelesen, diese Geschichte hat mir das Genre richtig schmackhaft gemacht.


Phillip P. Peterson„Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“ - Wieder ein Preisträger, diesmal des Amazon Selfpublishing-Preises. Und wieder ein Werk, dass solch eine Auszeichnung zu Recht bekam. In diesem Roman (Rezension) konnte man viel lernen, über Raumfahrt und Physik – alles geschickt verpackt in eine Geschichte, die so realitätsnah und gruselig ist, dass sie einen packt und lange nicht mehr los lässt.

 

Die Welt da draußen ...



Im letzten Jahr habe ich mich bei Twitter eingeklinkt und dort jede Menge Buchmenschen entdeckt. Darunter sind Buchblogs mit interessanten Rezensionen, Blogs/Webseiten rund um das Thema Marketing, Motivation und auch Schreibratgeber, die mir bei meinen eigenen Schreibprojekten gut weiter geholfen haben.

Die meisten Buchwünsche habe ich mir von Kerstin Scheuers Blog mitgenommen. Sie liest querbeet und bisher waren mehrere Bücher dabei, die mich sofort angesprochen haben. Eine schöne Idee sind zudem ihre Lieblingsleseplätze, mit denen sie anderen Buchmenschen Raum auf ihrem Blog gibt, sich vorzustellen.

Spannende, nervenaufreibende, spaßreiche Selbstreflexion verschaffte mir im letzten Jahr der gigantische Fragebogen von booknerds.de. Für mich war das eine willkommene Möglichkeit, mal über meinen Blog und mich nachzudenken. Fazit: Bloggen macht mir Spaß, ich bin keine perfekte Bloggerin, aber bloggen macht mir Spaß! Ansonsten besteht booknerds.de natürlich nicht nur aus diesem Fragenbogen, sondern bietet eine Menge Lesenswertes rund um das Thema Literatur.

Ebenfalls interessante Einblicke in die Welt der Bücher liefert mir seit Kurzem auch buzzaldrins.de. Mara Giese hat einen komplett anderen Blick auf Lesestoff als ich, was mir wieder neue Horizonte öffnet. Interessant finde ich zudem ihre Fünf-Fragen-Interviews. Da lernt man sehr interessante Schriftsteller kennen.

Recht hilfreich für meine Schreibprojekte empfinde ich die Angebote von schriftzeit.de (Stephan Waldscheidt) und selfpublisherbibel.de (Matthias Matting). Auf beiden Webseiten finde ich jede Menge Wissenswertes über die Arbeit am Roman. Stephan Waldscheidt und Matthias Matting erklären so gut, so dass man die Tipps nachvollziehen und umsetzen kann. Die Inhalte sind auf den Seiten gut strukturiert. Also, was will man mehr.

 

Schreibprojekte – der Blick nach vorn ...


Im letzten Jahr habe ich im Prinzip drei Projekte angefangen. Zu viel, sicher, aber die Ideen mussten aufs Papier. Es handelt sich um zwei Romane (Dystopie, Fantasy) und ein Fachbuch.

Letzteres ist für mich ein Projekt, mit dem ich schon länger geliebäugelt habe. Das Wissen, das ich zum Thema „Datenschutz“ gesammelt habe, will ich kompakt und gut verständlich aufschreiben und veröffentlichen. In diesem Jahr arbeite ich weiter daran.

Die beiden Romane sind Wunschprojekte. Als Lyrikerin und Autorin von Kurzgeschichten, möchte ich jetzt einen größeren Schritt wagen. Die Idee für die Dystopie schwirrt mir schon seit Jahren im Kopf herum. Wie viel Dystopie das letztendlich wird und wie viel Gegenwartsliteratur einfließt, werde ich sehen.

Die Idee für die Fantasy-Geschichte entwickelte sich einfach so im Dezember. Ich bin ein großer Fan dieses Genres, weil es mit Fantasy so einfach und schön ist, in andere Welten abzutauchen. Irgendwie passierte es, dass eine Idee keimte, Figuren auftauchten und so langsam eine Welt entsteht.

Auf weltenbau-wissen.de lese ich mir aktuell alles Wissenswerte an, um die Welt für meine Protagonisten aufzubauen. Und bei Richard Norden fand ich einen interessanten Artikel, wie man seine Handlung mit der Schneeflocken-Methode strukturiert und organisiert. Bei beiden Romanen stehe ich noch am Anfang. Ideenfindung, Figuren entwickeln, Weltenbau, Plot.

Ob ich eines, zwei oder sogar alle drei Buchprojekte bis Jahresende 2016 fertigstellen werde, hängt bei mir von vielen Faktoren ab. Hauptsächlich vom Job, wie bei allen, die nebenberuflich schreiben. Ich nehme mir vor, mindestens ein Projekt abzuschließen, ein Ziel, dass erreichbar klingt.

Mein Blog ist natürlich auch mein Schreibprojekt. Neben Rezensionen versuche ich immer wieder, auch andere Literaturdinge zu posten. Ob und wie es in diesem Jahr klappt – wir werden es sehen. Auch hier setze ich mir kleine Ziele, denn wenn das Hobby in Stress ausartet, ist es kein Hobby mehr.

 

Wie sieht es bei Dir aus?


Hast Du gute Vorsätze, neue Ideen, neue Projekte, Leseempfehlungen für dieses Jahr?

In diesem Sinne wünsche ich Dir ein erfolgreiches, kreatives Jahr 2016!

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