Mittwoch, 23. Dezember 2015

Rezension: Zoë Beck „Remember, Remember“ (Kalender-Thriller)

Über Twitter bin ich auf diese Kurzgeschichte von Zoë Beck gestoßen. Der Titel weckte bei mir sofort Erinnerungen an „V wie Vendetta“ und somit irgendwie große Erwartungen. „Remember, Remember“ konnte diese in Sachen Spannung und Nervenkitzel auf jeden Fall erfüllen.

Edie und Florence waren damals beste Freundinnen, Blutsschwestern sozusagen. Doch kaum erwachsen, verloren sich die beiden aus den Augen. Dann plötzlich meldet sich Florence via Facebook bei ihrer alten Freundin. Sie will Edie so schnell wie möglich sehen, schreibt aber nicht, warum. Doch Florence erscheint nicht zur Verabredung. Am nächsten Tag entdeckt Edie gruselige Fotos auf Instagram, Twitter und Facebook, die kaum einen Zweifel daran lassen, dass Florence etwas Schlimmes zugestoßen ist. Angeblich hat Edie diese Bilder selbst gepostet. Jedoch kann sich die junge Frau nicht daran erinnern, solche schrecklichen Fotos gemacht zu haben.


Zoë Beck hat für ihre Kurzgeschichte eine interessante Story entwickelt, die von Anfang an den Leser packt. Die Idee wirkt sehr realitätsnah und vermittelt den Eindruck, dass sich die Ereignisse fast wirklich so oder so ähnlich zugetragen haben könnten.

Ihre Protagonistin Edie zeichnete die Autorin als mutige, intelligente Frau, die sich bei ihrer Suche nach Antworten nicht entmutigen oder einschüchtern lässt. Spannung wird erzeugt, als Edie recht früh erfährt, warum Florence nicht zum Treffen erschienen ist. Falsche Fährten werden ausgelegt, die ein wenig in die Irre führen. Und wähnte man sich auf den letzten Seiten in der Sicherheit, das Ende zu erahnen und die Antworten zu kennen, wurde man dennoch überrascht.

Insgesamt ist „Remember, Remember“ ein fesselnder Lesegenuss für Zwischendurch. Die Kurzgeschichte ist Teil der Serie „Kalender-Thriller“ des Knaur Verlags und erschien – natürlich – im Monat November.

„Remember, Remember“
Kurzgeschichte der Serie „Kalender-Thriller“
Knaur eBook
ASIN: B00MUL6Y3O


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