Sonntag, 13. Dezember 2015

24 erste Sätze - No. 13


„Es war ein strahlend-kalter Apriltag, und die Uhren schlugen dreizehn.“ George Orwell „1984“



Erster Satz: 

Jetzt schlägts dreizehn. Genau daran musste ich denken und lachen. Doch das Lachen verging mir schnell.


Zum Buch/Autor allgemein: 

Das Buch ist der Klassiker schlechthin und ein leider immer noch oder wieder aktuelles Werk. Ich habe es vor Jahren gelesen, danach den Film gesehen. Mich hat beides nachhaltig beeindruckt. Das Buch ist bemerkenswert, an einigen Stellen in der Mitte recht mühsam, aber es haut voll rein.

In "1984" beschreibt Orwell einen totalitären Überwachungsstaat. Die Persönlichkeitsrechte der Bürger sind stark eingeschränkt. Über allem wacht der "Große Bruder". Die fiktive Welt Orwells beherrschen drei Großmächte: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Ständig werden Kriege um nicht zugeteilte Gebiete geführt, ständig wechseln dabei die Gegner.

In dieser Welt lebt Winston Smith, der im Ministerium für Wahrheit die Aufgabe hat, Zeitungsberichte zu Gunsten der Partei zu fälschen. Smith arbeitet für die Partei, innerlich ist er aber Gegner des Systems. Als er sich in Julia verliebt, beginnen die Probleme.

Es ist immer wieder bemerkenswert, dass dieser "Zukunftsroman", den Orwell im Jahr 1946 veröffentlichte, so nüchtern und dennoch bildreich beschreibt, wie eine Gesellschaft unter totaler Überwachung funktioniert. Es ist ein beängstigendes Buch, bei dem man sich heute häufig fragt, wie viel davon bereits Realität geworden ist.

ISBN: 3-548-84014-0
Ullstein Verlag

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