Montag, 27. April 2015

Rezension: Nadja Losbohm "Die Jägerin - Die Wiege des Bösen"



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(Gebäude mit Himmel):
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(Augen im Himmel):
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„Die Wiege des Bösen“ heißt der 5. und womöglich letzte Band der Fantasy-Romance-Reihe „Die Jägerin“ von Nadja Losbohm. Ein geheimnisumwobener Titel, bei dem man sich sofort die Frage stellt: Wird nun das Rätsel um die Existenz der Monster gelüftet?

So einfach lässt sich die Autorin dieses Geheimnis nicht entlocken. Zunächst muss Ada wieder zu Kräften kommen und die Erlebnisse der jüngsten Vergangenheit verarbeiten. Pater Michael unterstützt sie dabei, wo er nur kann und recht bald ist die Jägerin wieder bereit für ihre nächtliche Arbeit. Doch bevor sich Routine einstellen kann, kommt von unerwarteter Seite eine Information, die alles verändert. „Die Wiege des Bösen“, die Quelle allen Übels, ist gefunden und eine unglaubliche Verschwörung wird aufgedeckt. Ada und Michael sind fassungslos. Was sich ihnen offenbart reißt eine tiefe Wunde auf.

Und als ob dies allein nicht schon genug ist, wird das Paar vor eine ihrer schwersten Entscheidungen gestellt. Es geht um Leben und Tod, um einen oder viele. Es geht darum, die einzig richtige Entscheidung zu treffen. Niemand möchte nun in der Haut der Romanheldin stecken, die einen regelrechten emotionalen Höllentrip erlebt.

Nadja Losbohm führt in „Die Wiege des Bösen“ die Fäden der Geschichte endgültig zusammen. Dabei fokussiert sie sich auf die Gefühlswelt ihrer Protagonisten und lässt die Action bewusst mehr am Rand. Sie nimmt ihre Leser tief mit hinein in Adas Kopf, Herz und Bauch und lässt teilhaben an der emotionalen Achterbahn, die die Heldin durchlebt. Nadja Losbohm beschreibt die verzwickte Situation, in der sich Ada und Michael befinden, so realistisch, dass Tränen beim Lesen nicht ausbleiben.

Eine besondere Rolle nimmt in diesem Band Adas Bruder Alex ein, der seiner Schwester wie ein neu erwachter Held zur Seite steht. Dabei bleibt diese Figur so wunderbar normal, wie man sich einen Bruder vorstellt, der helfen will und manchmal ein bisschen übers Ziel hinausschießt. Trotz manchem Hin und Her sind Ada und Pater Michael froh, den vor ihnen liegenden Weg nicht allein gehen zu müssen. Und neben Alex tauchen noch weitere Personen auf, die dem Paar zur Seite stehen. Das Ende des Buches fand ich gut, denn es rundet die gesamte Geschichte ab.

Über die fünf Bände hinweg hat sich der Schreibstil der Autorin immer weiter entwickelt. Sie hat eine fantastische Geschichte aufgebaut, welche von zwei Menschen erzählt, die zueinander finden, obwohl sie verschiedener nicht sein können. Die Autorin beschreibt dabei die Szenen so lebhaft, das man als Leser oft das Gefühl hat, direkt dabei zu sein. Am Ende fügt sich alles zusammen, offene Fragen werden beantwortet. Der fünfte Band ist ein aufwühlendes Werk, das noch lange nachhallt. Ob dies nun ein endgültiger Abschied von Ada und Michael ist, lässt Nadja Losbohm offen. Da dürfen die Fans mitentscheiden.


Nadja Losbohm
"Die Jägerin", Band 5 "Die Wiege des Bösen"
Kindle Edition
ASIN: B00VYCK731