Samstag, 20. Dezember 2014

Rezension: Nadja Losbohm "Die Jägerin - Unter der Erde"

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Ada lebt! Nach einem unglaublichen Cliffhanger im 3. Teil folgte nun der 4. Band der Fantasy-Romance-Reihe „Die Jägerin“. Der Titel „Unter der Erde“ klingt verheißungsvoll, doch was es damit auf sich hat, verrät Autorin Nadja Losbohm natürlich nicht sofort.

Die Heldin der Geschichte hat die Attacke des Flussmonsters überlebt. Pater Michael sorgt sich liebevoll um die taffe Frau und päppelt seine Geliebte langsam wieder auf. Die Autorin nutzt die Gelegenheit, ein wenig mehr über diesen geheimnisvollen Mann preiszugeben. Während Ada sich erholt, traut sich der Pater endlich, über seine Vergangenheit zu sprechen. 

Dass er ein wenig älter ist, als er aussieht, damit hatte Ada bereits gerechnet. Doch was die junge Frau aus dem Munde des Geistlichen hört, ist unglaublich, wenn nicht gar unmöglich. Die Erinnerungen des Paters wühlen sie auf. Zweifel tauchen auf, ob die Verbindung mit ihm richtig ist. Doch das Band zwischen Ada und Michael ist bereits stark genug, die Wucht, mit der die Vergangenheit auf die Gegenwart trifft, auszuhalten.

Kapitel für Kapitel wechselt die Autorin die Perspektive, lässt Michael und Ada abwechselnd zu Wort kommen. Mit diesem Stilmittel schafft sie es, dass der Leser sich gut in die Gefühlswelt beider hineindenken kann. Immer wieder hat man das Gefühl, mit zwei guten Freunden zusammen zu hocken.

Action kommt im 4. Teil der „Jägerin“ natürlich auch nicht zu kurz. Kaum ist Ada wieder auf den Beinen, geht sie erneut auf die Jagd. Zunächst läuft alles ruhig. Ein paar Monster hier und da, nichts Besonderes. Doch dann trifft die Jägerin gleich auf zwei furchteinflößende Gestalten, die für sie und Pater Michael eine mächtige Herausforderung werden. Sie wird mit Angst, Hilflosigkeit und Verzweiflung konfrontiert wie nie zuvor. Ob Ada und Michael diese Gefahr meistern …


Insgesamt ist der Autorin erneut ein spannendes Buch gelungen, das man gerade im zweiten Teil nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Reise in Michaels Vergangenheit im ersten Teil des Buches passt an dieser Stelle sehr gut. Allerdings folgten für mich hin und wieder zu viele historische Ereignisse aufeinander. Dennoch ist es großartig, endlich etwas mehr über Pater Michael und die Geschichte der Jäger zu erfahren. Auch wenn der Rückblick für den einen oder anderen etwas lang sein mag, lohnt es sich auf jeden Fall, dran zu bleiben, denn der zweite Teil des Buches ist Spannung pur.