Sonntag, 6. April 2014

Rezension: Tanja Bern "Der silberne Flügel"

Covergestaltung: Lucky Adventure Design
Foto: © Natis - Fotolia.com
„Der silberne Flügel“ von Tanja Bern ist ein großartiges Werk. Die Gelsenkirchener Autorin hat mit diesem Roman eine unbeschreiblich spannende und romantische Geschichte entwickelt. Sie erzählt dabei so glaubhaft, dass man gleich einen Flug nach Schweden buchen möchte, um sich selbst ein Bild zu machen.

Die Geschichte spielt in den Skanden im Westen Schwedens. Elias Nilsson ist Arzt, wirkt aber mit seinem Leben nicht wirklich zufrieden. So überlegt er nicht lange, als ihm eines Tages ein Job in einer geheimen Forschungsstation in den Skanden angeboten wird. Seltsame Phänomene wurden dort gesichtet und merkwürdige Dinge passierten mit der Landschaft. 

Elias soll eigentlich nur die Mitarbeiter der Station verarzten, falls sie seine Hilfe einmal nötig haben sollten. Doch diese beanspruchten seine medizinischen Fähigkeiten weniger. Nach Tagen der Langeweile wird plötzlich ein seltsames Wesen gefunden, schwer verletzt. Und Elias hat mit einem Mal alle Hände voll zu tun, dieses menschenähnliche Wesen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint, zu retten.


„Der silberne Flügel“ ist eine fantastische Geschichte, in der Tanja Bern sich mit dem mystischen Thema Engel beschäftigt. In ihrem Roman existieren die sanftmütigen Wesen in einer Welt über uns und entscheiden, ob und wie oder als was sie auf die Erde gelangen. Es ist eine Geschichte über bedingungslose Liebe und Seelenverwandtschaft, Verbindungen, die eine Ewigkeit halten und allen Unwegsamkeiten trotzen. Es ist eine Geschichte, die zum Träumen einlädt und emotional mitreißt.

Die Autorin, die durch ihre Romanreihe über die ElfenIrlands bekannt geworden ist, hat mit Schweden einen neuen, faszinierenden Ort gefunden, in dem sie ihre Protagonisten auf ein Abenteuer schickt. Sie beschreibt die Umgebung so anschaulich, wie es für die Geschichte notwendig ist, um die eigene Vorstellungskraft zu aktivieren, aber auch um eine unerklärliche Sehnsucht nach diesem Land zu entwickeln, in dem man Antworten auf so viele Fragen vermutet.

Ihre Figuren entwickeln sich während des Romans wie von selbst. Als Elias realisiert, dass sein geheimnisvoller Patient ein Engel ist, der in der Forschungsstation gefangen gehalten werden soll, befreit er ihn und flieht mit ihm durch die tief verschneiten Skanden. Während dieser Flucht lernt man beide Figuren immer besser kennen und spürt die Veränderung, die beide durchmachen. Tanja Bern schildert die Ereignisse so lebendig, dass man sich fühlt, als würde man beide Protagonisten tatsächlich begleiten.


„Der silberne Flügel“ ist nicht einfach nur eine faszinierende Geschichte. Es ist ein Buch, das die Seele berührt.

Link zur Autoren-Webseite: www.tanja-bern.de

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