Sonntag, 30. März 2014

Rezension: Nadja Losbohm: "Die Jägerin - Vergangenheit und Gegenwart" (update)

Coverdesign: Tom Jay - www.tomjay.de
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Mit „Vergangenheit und Gegenwart“ setzt Autorin Nadja Losbohm ihre Fantasy-Romance-Reihe „Die Jägerin“ fort – ein Band, der begeistert und mitreißt. Gleich auf den ersten Seiten findet man sich am Ende des zweiten Bandes wieder, endlich die lang ersehnte Auflösung eines schier ausweglosen Kampfes. Nadja Losbohm hat die Situation genial aufgelöst.

Das Leben in den geheimen Räumen der St. Mary’s Kirche scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. Während der Pater sich von seinem Schachzug erholt, geht Ada Nacht für Nacht auf Jagd nach Monstern. Doch dann ändert sich alles. Ein neues Monster taucht auf, das sowohl die Jägerin als auch den Pater vor eine große Herausforderung stellt. Und damit nicht genug, wird Ada von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie rettet einen jungen Mann vor einem Vampir: ihren Bruder. Wut und Mitleid begleiten sie, als sie den Verletzten in die Kirche schleppt. Alte Wunden reißen auf und Ada findet sich in einem großen inneren Konflikt wieder.

Im dritten Band lernt man die Protagonistin immer besser kennen, und beginnt zu verstehen, warum sie so ist, wie sie ist. Man fühlt automatisch mit ihr. Die Autorin beleuchtet einzelne Facetten der Jägerin, die sich zu einer starken, selbstbewussten Frau entwickelt hat. Geschickt bringt sie dafür eine weitere Person in die Geschichte hinein, die dem Leser Einblicke in Adas Vergangenheit gewährt. Nadja Losbohm kreiert einen klassischen Geschwister-Konflikt. Und sie lässt ihrer Heldin Zeit, diesen selbst aufzulösen.

Neben sehr emotionalen Momenten, die der Geschichte sehr viel Tiefe verleihen, platziert die Autorin jede Menge Spannung und Zündstoff. Ein neues Monster taucht auf und hält die junge Frau auf Trab. Nadja Losbohm beschreibt die Szenen um das Monster sehr bildhaft und es fällt leicht, direkt dabei zu sein.

Insgesamt ist der dritte Teil der „Jägerin“-Reihe erneut ein gelungenes Werk. Man spürt, dass sich die Autorin sprachlich immer weiter entwickelt – sie schreibt flüssig, anschaulich, lustig, emotional und spannend. Und es macht einfach Spaß, Adas Geschichte zu lesen. Der geschickte Wechsel zwischen Emotionen und Spannung, gewürzt mit komischen Momenten, ist gut dosiert, so dass es schwer fällt, zwischendurch das Buch weg zu legen.


Wer Ada Pearce noch nicht kennt, sollte allerdings mit dem ersten Band beginnen. Es wäre sonst schade, wenn man die Erlebnisse aus Band 1 und 2 sowie die Entwicklung der Heldin nicht mitgemacht hätte.

Was auf jeden Fall nicht unerwähnt bleiben soll: Mit Band 3 hat die Autorin ihre Buchcover erneuert. Und diese können sich auf jeden Fall sehen lassen!

Update: Cover hinzugefügt. Die Cover von Band 1 "Die Anfänge" und Band 2 "Blutrausch" habe ich auch aktualisiert.

Bewertung: