Freitag, 10. Januar 2014

Rezension: Steve Hogan "Die Steampunk-Saga: Episode 1 - Tinker-Kate und die geheime Bruderschaft"

„Die Steampunk-Saga: Episode 1 – Tinker-Kate und die geheime Bruderschaft“ von Steve Hogan würde ich unter dem Begriff „Fortsetzungsroman“ einordnen. Ich habe mir das E-Book heruntergeladen, weil mich das Cover neugierig machte und es kostenlos angeboten wurde. Eine nette Marketing-Idee, denn die folgenden Episoden gibt es für 99 Cent.

„Man schreibt das Jahr 1851. Flugmaschinen durchkreuzen den Himmel über London, rußiger Qualm hängt in der Luft, die Technik triumphiert, und bald wird Queen Victoria die Weltausstellung eröffnen.“  So heißt es in der Kurzbeschreibung des Buches. In diese Welt setzt Hogan seine Protagonistin Kate Fenton.

Kate, von ihren Freunden Tinker-Kate genannt, ist eine selbstbewusste Frau, die sagt, was sie denkt und sich mit einem Schlagring unterm Handschuh gegen aufdringliche Zeitgenossen zur Wehr setzt. Sie ist eine Dampfkutter-Pilotenin, die mit ihrem „Lufttaxi“ Passagiere über das viktorianische London kutschiert.

In der ersten Episode – ca. 55 Seiten lang – lernt der Leser die rothaarige Pilotin nur ein wenig kennen. Sie lebt allein, ist kein „leicht zu habendes Mädchen“ und hat immer mit dem Geld zu knapsen. Als sie einen weiteren Passagier aus einem Hotel abholen möchte, rutscht sie ungewollt in eine Mordserie, die gerade die Stadt heimsucht. Ihr Fahrgast liegt leblos in seinem Zimmer, der Hals aufgerissen, blutleer. Und alle Vermutungen deuten darauf hin, dass hier ein Vampir am Werk ist.


Die Episode an sich liest sich flüssig, leicht. Sie plätschert einfach so dahin, hat da und dort ein paar Spannungsmomente. Hogan verknüpft in seiner Geschichte Steampunk mit Vampiren, was mich persönlich nicht so sehr anspricht. Zudem ist der erste Band für den Einstieg in die Geschichte zu kurz gehalten. Der Autor lässt sich nicht genug Zeit, seine Protagonistin zu formen, die Karten liegen zu schnell auf dem Tisch. Das Werk ist für mich leichte Unterhaltung für Zwischendurch, dem allerdings der Biss fehlt.

Bewertung: