Montag, 18. November 2013

Erfahrungsbericht amazon KDP – Teil 1 „Warum überhaupt ein E-Book bei amazon?“

Es war bei einem Autorentreffen Ende 2011, als mich das Kindle-Fieber packte. Stefanie Philipp, eine Autorin unserer Gruppe, präsentierte ihren Kindle und ihren frisch als Kindle-Edition veröffentlichten Roman „Der Sohn der Amazone“. Sowohl das Gerät als auch der Roman weckten meine Neugier.

Die Autorin erzählte, sie sei die Suche nach einem Verlag leid gewesen und wollte, dass Menschen ihre Geschichte lesen. Deshalb hatte sie sich letztendlich für das KDP-Programm von amazon entschieden. Es kostet nichts und das Buch ist recht schnell verfügbar. Sie bot ihr E-Book "Der Sohn der Amazone" (Rezension) für 2,99 Euro an. Ein – wie ich mittlerweile feststellte – üblicher Preis für Newcomer.

Das Gerät faszinierte mich ebenso. Eine kleine Maschine, mit der man unterwegs sein ganzes Bücherregal dabei hat. Man kann dicke Romane lesen, ohne sich damit abschleppen zu müssen, denn der Kindle wiegt immer gleich, egal wie viele Werke man darin gespeichert hat. Eine wunderbare Vorstellung. Doch zu der Zeit war ich noch Fan des gedruckten Buches.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich dazu entschloss, meinem Entdeckungsdrang (neue Technik, whohoo!) nachzugeben. Ich habe Bücher ausgemistet und den Kindle gekauft. Okay, das Eine hatte mit dem Anderen nichts zu tun, aber es passierte quasi in einem Atemzug. Ich habe den Kindle Touch bestellt. Wenige Tage später hatte ich das kleine Päckchen in der Hand, packte aus und war hingerissen. 


Seit dem möchte ich den Kleinen nicht missen. Als erstes kaufte ich mir Stefanie Philipps Roman und lud dann allerlei kostenlose alte Werke runter, von Jules Vernes bis Lewis Caroll alles, was ich aus meiner Schulzeit kannte oder zur „Weltliteratur“ gehörte. Es ist so einfach: ein Klick, und das Buch gehört dir und wenig später hast du es in deinen Händen. Und mittlerweile habe ich so einiges eingekauft.

Die Veröffentlichung über KDP war das Dritte, was mich an diesem Abend interessierte, als Stefanie von ihrem Roman erzählte. Es sei recht einfach, sein Buch hochzuladen und zu veröffentlichen. Nur vorher hätte man halt ein wenig mehr Arbeit, um das Werk so zu formatieren, dass es letztendlich im Kindle auch lesbar ist. Fasziniert hörte ich zu und dachte mir, das machst du auch. Irgendwann einmal.

Und dann hat es knapp zwei Jahre gedauert, bis ich mich entschlossen habe, meinen Lyrikband fertigzustellen und über KDP als Kindle-Edition zu veröffentlichen.