Freitag, 22. März 2013

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls", Band 5 "Sohn des Lichts"

Seit langer Zeit schon ranken sich Geschichten und Sagen um die irischen Elfen, die Sídhe. Doch woher stammen diese anmutigen Wesen? Ihren Ursprung erzählt Autorin Tanja Bern in ihrem fünften Band der Reihe "Die Sídhe des Kristalls". "Sohn des Lichts" heißt das Werk und bringt einen interessanten Charakter ins Spiel, durch den das Geheimnis der Sídhe gelüftet wird.


Sémjuel steht in verwandelter Gestalt an der Reling eines Schiffes. Seine Gedanken sind weit weg. Sie suchen den Tod. Selbst die Annäherungsversuche der Amerikanerin Sarah können ihn nicht halten. Er zeigt der jungen Frau seine wahre Gestalt, dann stürzt sich der Elf ins Meer und versinkt. Doch der Tod ist noch nicht für ihn bestimmt, so wird er an die Küsten Irlands gespült. Dort findet ihn die Sídhe Lynía, die Tochter Eryons - eine uralte Verbindung flammt auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Lynía bringt Sémjuel ins Sídhe-Dorf. Hochkönig Lórian bemerkt sofort, dass den Elf ein großes Geheimnis umgibt, doch drängt er ihn nicht, es preiszugeben. Denn dies geschieht wie von selbst. Nach und nach erfahren die Sídhe, wer Sémjuel wirklich ist.

Tanja Bern bringt Sémjuel zurück zu seinem Volk und entführt dabei die Leser weit zurück zum Ursprung der Sídhe. Bisher Unausgesprochenes kommt ans Licht. Er berichtet von alten Zeiten, als die Kelten das Land überfielen und die Elfen verzweifelt gegen die Übermacht kämpften. Die alte Stadt der Sídhe versank, die Elfen flüchteten - und ein noch größeres Unglück brach über sie herein. An allem glaubte Sémjuel die Schuld zu tragen, durch seine Entscheidungen das Schicksal seines Volkes besiegelt zu haben. Eine Schuld, die er durch die Jahrhunderte trug und der er sich erst jetzt im Tal der Sídhe stellt.

Der fünfte Band steckt voller wunderbarer, spannender, aufwühlender Geschichten. Neben Sémjuel tauchen noch weitere Charaktere auf, die das Buch zu einem abwechslungsreichen Erlebnis machen. Kapitel für Kapitel wird man in die Welt der Sídhe hineingesaugt. Elfen mit alter Geschichte, deren erhabene Anmut sich im Heute mit allerlei Bräuchen der Menschen vermischen und einem das Gefühl geben, dass sie wirklich existieren - hinter ihrer verzauberten Nebelwand. Es ist ein Buch, das bis zum Schluss fesselt und eine große Wehmut zurück lässt.

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