Sonntag, 17. März 2013

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls - Der Weg des Königs"

Mit „Der Weg des Königs“ veröffentlichte die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern jetzt den vierten Band ihrer Elfensaga „Die Sidhe des Kristalls“ und entführt ihre Leser weit zurück in die Vergangenheit.


In den ersten Bänden lernte der Leser die geheimnisvollen Sidhe, die Elfen Irlands, kennen. Bern ließ ihren Elfenkönig Lorian auf den Menschen Jack treffen und wob eine spannende Geschichte, die nach und nach immer mehr Geheimnisse um die Verbindung des Menschen mit den Elfen lüftete. Im vierten Band macht die Autorin einen gewaltigen Sprung in die Vergangenheit und erzählt Lorians Geschichte.

Lorian, dessen Mutter bei der Geburt starb, war bereits als kleiner Junge etwas besonderes, denn er verfügte über mehr magische Kräfte als jeder andere seines Elfenvolkes. Sein Vater Llandor hatte eigentlich Lorians älteren Bruder Eryon zu seinem Nachfolger auserkoren. Doch wie im realen Leben entwickelt sich manches anders als geplant. Was die mächtige Sidhe Seraya bereits voraussah, traf ein.

Eryon fühlte sich stark von den Menschen angezogen und fühlte sich überhaupt nicht als König. Als wie prophezeit Llandor ermordet wird, ist es Lorian, der noch sehr jung den Elfenthron besteigen muss. Doch Lorians Gefühle sind nicht nur durch den Tod des Vaters ins Wanken geraten, auch den Verlust seiner Gefährtin musste er hinnehmen und verkraften.

Bern erzählt die Vergangenheit, die sie in ihren ersten Bänden streifte und lüftet jetzt Geheimnis um Geheimnis. Nun erfährt man mehr über die Verbindung zwischen Lorian und Deira und Faine, über seine Trauer um die ermordete Gefährtin und die Jahre der Enthaltsamkeit zu seiner Seelengefährtin. Der vierte Band schafft Klarheit über viele Erzählungsstränge der Vorgänger-Bände. So wird auch Rakuls Figur plastischer, ebenso wie die Puka und die Verbannung der dunklen Sidhe, die der Macht der Puka verfallen waren.

Das Buch vervollständigt die Saga um interessante Hintergrundinformationen und gibt einen wunderbaren Einblick in das Leben der irischen Elfen. Bern malt eine magische Welt, in die der Leser auf wunderbare Art hineingezogen wird. „Der Weg des Königs“ gibt den ersten drei Bänden noch mehr Substanz und offenbart viele kleine Geheimnisse über das magische Volk. Die Erzählung ist geschickt in die Erzählung der Sidhe-Königin Deira eingefasst, die auf Lorians Geburtstagsfest ihre Geschichte erzählt: die liebe- und leidvolle Geschichte von Lorian und Deira.

Link zu Tanja Bern

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