Samstag, 10. Dezember 2011

rückwärts ...

Da ist mal eben so eine Woche verflogen, seit ich in Hilden gelesen habe. Und eigentlich wollte ich längst darüber berichtet haben, doch manchmal kommen Sachen dazwischen, mit denen man nicht gerechnet hätte, die sofort den Focus auf sich ziehen und andere Dinge vergessen lassen.

Nun ja.

Die Lesung in Hilden war spitze und für mich ein wunderbarer Abschluss des Jahres - auf die Literatur bezogen. Das Atelier Pilbri hat mich eingefangen mit seiner Ur-Gemütlichkeit. Nachdem ich morgens viel zu früh wach wurde und nicht mehr schlafen konnte, der Navi streikte und ich mich auf meinen Orientierungssinn verlassen musste, um die Hildener Einkaufsstraße zu finden, war ich total unter Strom. Doch kaum im Atelier angekommen, verflog das schnell. Ein Platz zum Wohlfühlen. Aber nicht nur das Haus, die Räume, sondern vor allem auch die Menschen. Sehr nette Menschen! Ich hab mich gleich wohl gefühlt.

Mein Gedichtband war leider nicht rechtzeitig fertig geworden, so war ich ohne Bücher da - nicht ganz. Die Ur-erste Auflage hatte ich dabei, die letzten drei selbst hergestellten Unikat-Bücher. Doch die Gedichte gingen eh etwas unter an diesem Vormittag. Die Geschichten von damals - autobiographische Kurzgeschichten über meine Erlebnisse um 1989 - nahmen den Tag für sich ein. Fast alles, was ich bisher aus meinen Erinnerungen heraus aufgeschrieben hatte, wollte an diesem Tag raus.

Rundum war es ein wirklich sehr schönes Erlebnis. Und wenn Britta Neumärker, Inhaberin des Ateliers Pilbri, im nächsten Jahr eine neue Lesereihe planen sollte, dann - vielleicht dann, bin ich wieder dabei. Ich denke darüber nach, denn es machte sehr viel Spaß, in diesen Räumen zu lesen.